Agentur gründen: Welches Modell passt – und wie du startest

Stand: 28.09.2026 · Creator Heave

Eine Agentur gründest du in sechs Schritten: Nische wählen, Angebot und Preis festlegen, Rechtsform und Gewerbe klären, Verträge aufsetzen, erste Kunden gewinnen und dann Team und Werkzeuge aufbauen. Die meisten Agenturen starten mit wenig Kapital, weil sie Dienstleistungen verkaufen – teuer wird es erst mit dem Team. Welche Art von Agentur passt, hängt von deinen Fähigkeiten und deinem Netzwerk ab.

5 Agentur-Modelle im Vergleich

Social-Media-Agentur

Betreut Accounts von Unternehmen: Strategie, Content, Community, Werbeanzeigen.

Einnahmen:
Monatliche Pauschalen oder Projektpreise
Größte Hürde:
Kunden gewinnen, Ergebnisse nachweisen

TikTok-Agentur (auch TikTok Live)

Spezialisiert auf Kurzvideo und Live-Formate – für Marken oder für Creator.

Einnahmen:
Pauschalen, Umsatzbeteiligung bei Creatorn
Größte Hürde:
Plattformregeln ändern sich schnell

KI-Agentur

Automatisiert Abläufe für Unternehmen: Chatbots, Texte, Datenverarbeitung, Workflows.

Einnahmen:
Projekte plus laufende Betreuung
Größte Hürde:
Technisches Know-how, Datenschutz

Influencer-Management

Vertritt Influencer gegenüber Marken: Kooperationen, Verträge, Karriereplanung.

Einnahmen:
Provision auf Kooperationen
Größte Hürde:
Netzwerk zu Marken und Talenten

Creator-Management (z. B. OnlyFans, Fansly, Fanvue) – nur ab 18

Übernimmt Marketing, Chat-Betreuung und Organisation für Creator auf Abo-Plattformen.

Einnahmen:
Beteiligung am Umsatz der Creator
Größte Hürde:
Chat-Team, Recht und Reputation
Mehr zum Creator-Management

Agentur gründen in 6 Schritten

  1. 1

    Nische wählen

    Für wen arbeitest du, und welches Problem löst du? Eine klare Nische macht Marketing und Preise einfacher.

  2. 2

    Angebot und Preis

    Was genau lieferst du, in welchem Umfang, zu welchem Preis? Rechne vorher, was nach Kosten übrig bleibt.

  3. 3

    Rechtsform und Gewerbe

    Einzelunternehmen, UG oder GmbH – je nach Haftung, Partnern und Umsatz. Dazu Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung; am besten mit Steuerberatung.

  4. 4

    Verträge

    Schriftliche Verträge mit Kunden und Mitarbeitenden: Leistung, Laufzeit, Kündigung, Datenschutz.

  5. 5

    Erste Kunden

    Netzwerk, Empfehlungen, Inhalte und direkte Ansprache. Die ersten Referenzen sind wichtiger als ein perfektes Logo.

  6. 6

    Team und Werkzeuge

    Erst wenn die Nachfrage da ist: Freelancer oder Mitarbeitende, CRM, Projekt- und Abrechnungssoftware.

Keine Rechts- oder Steuerberatung. Für Rechtsform, Gewerbe und Steuern ziehe bitte eine Fachperson hinzu.

Creator-Management-Agentur gründen

Rechne es durch, bevor du startest.

Bei einer Agentur für OnlyFans, Fansly oder Fanvue entscheidet das Verhältnis aus Provision und Chatter-Kosten über den Erfolg. Unser Rechner zeigt dir mit deinen Annahmen, ab wie vielen Creatorn sich deine Agentur trägt.

Häufige Fragen zur Agenturgründung

Wie gründe ich eine eigene Agentur?

Wähle eine Nische, definiere Angebot und Preis, kläre Rechtsform und Gewerbe, setze Verträge auf und gewinne die ersten Kunden. Team und Software kommen, wenn die Nachfrage steht. Für Steuern und Rechtsform lohnt sich von Anfang an eine Steuerberatung.

Wie viel kostet es, eine Agentur zu gründen?

Die Gründung selbst ist meist günstig: Gewerbeanmeldung, Website, Software und Beratung. Eine GmbH oder UG braucht zusätzlich Stammkapital und Notarkosten. Die größte Position sind später Mitarbeitende oder Freelancer – deshalb erst wachsen, wenn Kunden da sind.

Was macht eine Agentur aus?

Eine Agentur übernimmt für Kunden Aufgaben, für die diesen Zeit oder Know-how fehlt – und wird dafür per Pauschale, Projekt oder Beteiligung bezahlt. Ihr Kapital sind Fachwissen, Prozesse und Vertrauen.

Was macht ein Influencer-Management?

Es vertritt Influencer gegenüber Marken: Es verhandelt Kooperationen, prüft Verträge, plant Inhalte und die langfristige Karriere. Bezahlt wird meist über eine Provision auf die vermittelten Kooperationen.

Brauche ich für eine Agentur eine GmbH?

Nein. Viele Agenturen starten als Einzelunternehmen. Eine GmbH oder UG begrenzt die Haftung und kann steuerlich sinnvoll sein, ist aber aufwendiger. Welche Form passt, klärst du am besten mit einer Steuerberatung.